Zur Startseite

Landesbezirk 7-1 : Baden-Württemberg Nord - Informationsseite
Neujahrsbrunch 2019
Auch in diesem Jahr viel die Wahl der Location auf den Kubus in Ludwigsburg. Nicht aus Bequemlichkeit sondern der Atmosphäre und der Küche wegen. Mit 26 Erwachsenen und 2 Kindern hatten wir eine angenehme Runde. Nach dem Sektempfang und ein paar Begrüßungs-worten des neuen Präsidenten ging es an das mehr als reichhaltige Buffet. Nach dem abschließenden Kaffee / Espresso (und dem ein oder anderen Dessert-Nachschlag) löste sich die Runde gegen 14:00 Uhr wieder auf.


 
Jahresprogramm 2019
05.05.
Neckarabwärts nach Besigheim und Weinsberg-Gellmersbach mit Besuch eines Weinguts

30.05. - 02.06.
CVC Jahrestreffen in München

06.07.
Schraubertag mit Kaffeetafel und Grillen in Mainhardt

29.08. - 01.09.
Sommerausfahrt ins Elsass mit Treffen des Traction-Club Lyon

29.09.
Ausfahrt nach Rottweil zum Thyssen-Krupp Aufzug-Test-Turm

20.10.
Abschlussfahrt ins Blaue
 
Frühjahrsausfahrt Neckar abwärts
Saisonauftakt im LB 7-1 „Neckar abwärts“

Das Wetter wusste noch nicht so recht wie es werden sollte, als wir uns am Treffpunkt eingefunden hatten. Wir, das waren 6 Traction und 2 Enten mit entsprechender Besatzung. Der Treffpunkt, ein P+R Platz an der A81 bei Pleidelsheim (ca. 20 km nördlich von Stuttgart).

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt startete der kleine Konvoi Neckar abwärts in Richtung Besigheim zur ersten Ausfahrt für das Jahr 2019. Und wie das so ist, wenn Engel reisen (dieses mal ohne eine „Göttliche“), blinzelte die Sonne immer wieder mal durch die Wolken. Die Fahrt führte uns entlang des Neckars mitten durch die Weingärten, wo die Rebstöcke bis dicht an die Farbahn gedeihen. Da stellt sich schon mal der Gedanke ein, ob man sich bei der Synthese aus Reben und Abgasen nicht im „Chateau CO“ befindet. Aber dank der Tallage mit dicht gelegenen Weinbergen rechts und links des Flusses, sorgt die Luftzirkulation für eine geringe Belastung der Trauben.

In Besigheim angekommen, das 2010 von den MDR-Zuschauern zum schönsten Weindorf Deutschlands gewählt wurde, starteten wir einen Rundgang durch malerische Gassen mit sehenswerten Fachwerkhäusern, einem Backhaus, dem Marktbrunnen und einer gotischen Stadtkirche mit einem rund 500 Jahre alten, geschnitzten Hochaltar. Hier, wo die Enz in den Neckar mündet gedeiht ein besonderer „Tropfen“, der weit über die Region hinaus, bis ins Ausland, bekannt ist. Nach soviel Kultur und Sehenswertem freuten wir uns auf die Mittagspause mit Einkehr im Ratsstüble. Dort wurden wir von seinem Maitre, einem Oldtimer-Liebhaber, begrüßt und mit schwäbischen Leckereien in einem sehr schönen Ambiente verwöhnt. Eine wirklich empfehlens-werte Adresse. Als kleine Überraschung hat sich noch ein weiteres Clubmitglied mit seinem Commercial der Truppe angeschlossen.

Gestärkt und ausgeruht setzten wir unsere Tour Neckar abwärts Richtung Weinsberg fort.
Dort, genaugenommen in Weinsberg-Gellmersbach, erwartete uns die Wein- und Sektkellerei Stengel zur Verkostung ihrer Erzeugnisse und zur Führung durch die Sektproduktion. An diesem Wochenende galt es, bei den „Sekt- und Weinprobiertagen“, für einen kleinen Obolus 35 Sorten Wein und 22 Sorten Sekt zu probieren. Eine echte Herausforderung für jeden Kenner und Genießer. Die Kellerei Stengel legt extremen Wert auf Qualität. Vom Anbau bis zur Abfüllung wird traditionell und mit hohem manuellen Aufwand agiert. Sehr eindrucksvoll wurde uns der gesamte Prozess einer Flaschengärung von der Befüllung über das „Rütteln“ und Entfernen der Hefe aus der Flasche bis zur Etikettierung vorgeführt und erläutert. Viele Fragen wurden fachmännisch und verständlich beantwortet. So kennen wir jetzt den Unterschied zwischen Perlwein (Zusatz von Kohlensäure) und Sekt (in der edelsten Form als Flaschengärung). Zudem haben wir gelernt, dass auf jede Flasche Schaumwein mit Sektkorken und Haltebügel (Agraffe) 1,- € Sektsteuer erhoben wird. Und das in Deutschland, als dem größten Markt für Schaumwein, mit einem Verbrauch von 434 Mio. Flaschen im Jahre 2016. Die Kellerei Stengel bringt überwiegend prämierte Produkte auf den Markt und wird von der DLG seit 11 Jahren in den Top Ten der besten Sekterzeuger geführt, im Ranking als bester Baden-Württemberger Betrieb. Auch in unserer Bundeshauptstadt Berlin sind die „schäumenden Weine“ von Stengel zu erwerben. Sie bilden das größte Sortiment im Angebot des wohl bekanntesten Warenhauses Deutschlands, dem KADEWE.

Nachdem wir nun die rund 50 Sorten verkostet hatten, haben wir uns, zum Teil mit einigen Kartons der edlen Tropfen im Gepäck, und wohlgemut, auf die Heimreise begeben. Alle sind wohlbehalten und ohne Panne zu Hause angekommen. Ein gelungener Auftakt für die Saison 2019, den wir den beiden Organisatoren Anita und Herbert Kalmbach verdanken.

Text: Helmut Doll
 
Technikberichte des CVC
Zu finden unter dem Link www.traxionavant.eu
 
Schraubertag in Mainhardt
Ein Ausflug zum Lernen und Genießen:
Schraubertag in froher Runde beim LB 7-1

Der Termin stand bereits zu Beginn des Jahres fest, und ehe man sich versah, zeigte der Kalender den 06. Juli 2019. Peter Zell, unser „technisches Gewissen“, hatte sich bereit erklärt, zu möglichen Alltagsproblemen beim „Gangster“ etwas aus seinem großen Erfahrungsschatz zu erzählen. Zu Gast sein durften wir auf dem Anwesen von unserem Clubmitglied Kurt Pfersich und seinem Sohn, wo wir eine perfekt ausgestattete Werkstatt samt Hebebühne und angeschlossener Techniksammlung vorgefunden haben.

Los ging es um 11:00 Uhr vom Parkplatz eines Supermarktes in Winnenden mit 4 Traction, einer Ente und einem Fahrzeug mit Stern. Weitere Teilnehmer kamen direkt zum Zielort, so dass wir gegen 12:00 Uhr mit 10 Schraubern und 7 Damen in Mainhardt im Schwäbischen Wald, auf dem Grundstück von Pfersichs, eingetroffen sind. Im Laufe des Nachmittags gesellten sich noch vier Interessenten zu uns, die in die Vereinsaktivitäten des LB 7-1 schnuppern wollten bzw. Besitzer eines 11CV werden möchten.

Zum Auftakt führte uns Kurt durch sein Anwesen – was gab es da alles zu bestaunen! Beim Betreten einer voll ausgestatteten Mechanikerwerkstatt wurden wir an den Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zurückversetzt, mit einer voll funktionsfähige Riemen-Transmission, welche eine Reihe original Werkzeugmaschinen aus jener Epoche in Bewegung setzten, ob Bohrwerk, Drehbank oder Mess- und Schalteinrichtungen, alles noch – besser gesagt wieder – funktionstüchtig und Einsatzbereit. Die perfekt restaurierte Dampfmaschine, dazu Kurt: „Das war nur noch ein Schrotthaufen, viele Teile musste ich selber neu anfertigen“, hat der Meister mit Druckluft in Bewegung versetzt. „Mit Dampf gibt das so eine Sauerei“. Beim Betrachten der Schmiede konnte man förmlich das Klingen des Amboss hören, es hätte nur noch jemand den Koks in der Esse anfeuern müssen.

Natürlich konnten wir auch Schätze der Automobiltechnik bewundern: so stand neben der Traction ein Mercedes 170 D, EaOTP (face lifting, offener Tourenwagen Polizei) Baujahr 51 und ein Chevrolet Biscayne, aus dem Jahre 59, den der Junior sein Eigen nennt. Alle in einem hervorragenden Zustand. Die eigens dafür errichtete Halle beherbergt noch eine ganze Reihe weiterer Raritäten aus der Abteilung landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Ein Augenschmaus für jeden, der Freude an solider, alter Technik hat.

Bei aller Technikbegeisterung: So ein Schraubertreffen wäre nur eine halbe Sache ohne das Engagement unserer Damen, die sich bereits am Vormittag um unser leibliches Wohl gekümmert hatten. Ein ganzes Kuchenbuffet wurde aufgebaut, so dass wir uns im vorderen Teil der Halle bei Kaffee und Kuchen für den anstehenden Schrauberpart stärken konnten.

Dann ging es los und Peter zog die Zuhörer mit seinem Technikwissen und den leicht verständlichen Erläuterungen in seinen Bann, man merkte, der macht sowas nicht zum ersten Mal. Zum Einstieg wurden mögliche Ursachen für alltägliche Probleme wie Startversagen (Klassiker: die Schwimmernadel hängt) oder „unrunder“ Lauf des Motors besprochen und entsprechende Abhilfemaßnahmen erläutert. Mit Hilfe eines zerlegten Vergasers hat Peter den Aufbau und die Wirkungsweise dieses Bauteils beschrieben, und wir haben gelernt, dass man außer dem Leerlauf (und eingeschränkt, dem Schwimmerkammerniveau) weiters nichts „einstellen“ kann. Dazu kamen eine Reihe nützlicher Hinweise, auf die der Laie nicht kommt, z.B. dass am Vergaserfuß nur „harte“
Dichtungen verwendet werden dürfen, keinefalls solche aus Kork oder anderen weichen Materialien, weil sich sonst recht schnell der Flansch verziehen kann. Ist das der Fall, kann man Falschluft an Vergaserfuß, Drosselklappenwelle und Ansaugkrümmer leicht feststellen, indem man bei laufendem Motor den verdächtigen Stellen kurze, gezielte Duschen mit Bremsenreiniger verpasst. Die hochentzündliche Flüssigkeit zeigt jede Undichtheit durch Erhöhung der Motordrehzahl an. Aber aufgepasst: ein Feuerlöscher muss griffbereit stehen (Stichwort Funkenübersprung durch defektes Zündkabel) und mit der Nase nicht zu dicht am Gerät.....

Ein weiteres Thema war die Zündeinstellung, die an Kurt´s Traction praktisch vorgeführt wurde. Was ist zu beachten? Als Erstes Unterbrecherkontaktabstand prüfen / einstellen /bzw. Kontaktset erneuern. Dann mittels 6-mm-Dorn an der Kupplungsglocke den Zündzeitpunkt festlegen und durch Drehen des Verteilergehäuses (Achtung: Verteilerwelle gegen ihre Drehrichtung drücken wegen Fliehkraftversteller) einstellen, Prüflampe leuchtet auf. Dann, nicht vergessen, den 6-mm-Stift rausziehen!! Anschließend bei laufendem Motor mittels Schließwinkelmeßgerät (sofern vorhanden) den Kontaktabstand nochmals prüfen. Eine Fühlerlehre ist im Prinzip ausreichend und genau genug.

Dank der vorhandenen Hebebühne konnte im nächsten Schritt, sehr komfortabel, die Begutachtung der Bremsbeläge und Radbremszylinder demonstriert werden. Auch der typische Knall beim Abziehen der Bremstrommel war deutlich zu hören. Zum Abschluss haben wir uns noch mit einer komplett ausgebauten Lenkung einer Traction beschäftigt, um den Aufbau und die Funktion zu verstehen. Für die Meisten waren Arbeiten an Vergaser, Zündung oder Bremsen nichts Neues aber es gab dennoch reichlich Fragen, die alle zufriedenstellend beantwortet wurden. Mit neuen Erkenntnissen und hilfreichen Tipps für die Zukunft haben wir die Werkstatt verlassen.

Für unsere Damen, bis auf eine Ausnahme, war der technische Teil nicht so spannend. Sie verbrachten die rund 3 Stunden im Garten von Kurts Anwesen, der mit den unterschiedlichsten Nutz- und Zierbäumen sowie Sträuchern, bis hin zu den in unseren Breiten äußerst seltenen Kakibäumen, bepflanzt ist. Ein lauschiges Plätzchen unter einem großen Sonnenschirm bot den Damen den passenden Rahmen für angeregte Diskussionen.

Am späteren Nachmittag wurde dann der Schwenkgrill in Betrieb genommen und jeder konnte sein mitgebrachtes Grillgut nach eigenem Gusto zubereiten. Für Getränke, natürlich auch „bleifrei“, war reichlich gesorgt. Jeder wusste aus eigener Erfahrung von einer Panne, einer Reparatur oder einem anderen Ereignis zu berichten, und dieser Austausch ist mindestens genauso wichtig wie der „offizielle“ Teil eines Schraubertages. So nahm dieser, in jeder Beziehung gelungene Tag, in geselliger Runde seinen Ausklang. Die letzten haben gegen 20:00 Uhr die gastfreundliche „Oase“ verlassen und für die Interessenten war es ein willkommener Anlass, einen Eindruck vom Vereinsleben des CVC im Landesbezirk 7-1 zu gewinnen.
 
Weihnachtsstammtisch am 11.12.2019
Mit rund 20 Teilnehmern hatten wir eine illustre Runde, der auch einige unserer 6 neuen Mitglieder aus dem Jahr 2019 angehörten.
Der Präsident LB 7-1 gab einen Jahresrückblick auf die 7 Ausfahrten / Aktivitäten und die monatlichen Stammtische sowie einen kurzen Blick auf die Aktivitäten für das Jahr 2020, wo u.a. wieder die Retro Classics (27.02. bis 01.03.) und das CVC Jahrestreffen in Heidelberg (20.05. bis 24.05.) anstehen.
Gegen 23:00 Uhr löste sich die Runde auf, nicht ohne das obligatorische Präsent mit einer Flasche Rot- und einer Flasche Weißwein.
 
zurück
 Newsletter bestellen   Archiv Impressum · Stand: 12/2019 · Realisation: LOUIS INTERNET - Agentur für Konzept, Design & Realisation